Du sitzt ganz entspannt im Café, bist vielleicht gedanklich bei deiner To-do-Liste, konzentrierst dich, schaust einfach nur geradeaus und plötzlich fragt dich deine Begleitung:
„Hey, alles okay bei dir?“ oder noch besser: „Bist du sauer?“ Und du denkst dir: Hä? Nee, ich schaue doch ganz normal und es geht mir gut.
Das Schlimme: Genau diese Situation passiert dir sehr oft. Willkommen beim Phänomen “Resting Bitch Face“.
Ein Begriff, der vielleicht humorvoll klingt, aber für viele Frauen ein echtes Thema ist. Denn was hier passiert, ist nicht eingebildet und es liegt auch nicht an den anderen. Oftmals fällt dann der Satz: “Ich guck nun mal so. So sehe ich halt aus.”
Das ist es jedoch nicht. Es ist ein Zusammenspiel aus deiner Gesichtsmuskulatur, Gewohnheiten und unbewusster Mimik, die dafür sorgen, dass andere Menschen deinen Gesichtsausdruck als mürrisch empfinden.
Aber: Genau deshalb kannst du es auch verändern, damit zukünftig dein eigentlich doch freundliches Gemüt viel mehr zur Geltung kommt.
Hi, ich bin übrigens Hanna, Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf ästhetische Medizin und Expertin für Gesichtstraining. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Frauen sich völlig unbewusst einen strengen Blick angewöhnt haben, den sie an sich selbst nicht mögen – und manchmal unter den Kommentaren auch leiden.
Das Phänomen “Resting Bitch Face” schauen wir uns in diesem Artikel einmal genauer an. Am Ende habe ich noch eine Einladung für dich, die deinen Gesichtsausdruck nachhaltig verändern wird.
Was bedeutet „Resting Bitch Face“ eigentlich?
Der Begriff beschreibt einen Gesichtsausdruck der scheinbaren Ruhe, der jedoch auf andere Menschen streng, genervt, mürrisch oder ablehnend wirkt – und das, obwohl du selbst dich innerlich ganz normal, freundlich oder einfach neutral fühlst.
Das Entscheidende hier ist: Innen und Außen passen hier nicht zusammen.
Du fühlst dich offen. Andere lesen in deinem Gesicht Ablehnung. Und das passiert nicht, weil du irgendwie falsch bist oder “halt so guckst”, sondern weil möglicherweise sich in deinem Gesicht über Jahre hinweg eine Art muskuläre Dysbalance entwickelt hat.
Eine typische Szene, die viele kennen
Diese Situation ist vielen vertraut: Du arbeitest konzentriert am Laptop. Ganz unbewusst runzelst du die Stirn, schiebst die Augenbrauen zusammen, dein Blick wird fokussiert. Deine Mundwinkel neigen sich nach unten, deine Lippen wirken schmaler als normal. Du denkst. Du bist einfach nur konzentriert und sonst völlig neutral in deiner Stimmung.
Doch für dein Gegenüber sieht es aus, als würdest du gleich jemanden zurechtweisen. Als hättest du eine schlechte Nachricht bekommen. Oder du würdest wütend eine E-Mail in deine Tastatur tippen.
Das ist das Resting Bitch Face.
Nur woher kommt das denn jetzt genau?
Welche Gesichtspartien sind daran beteiligt?
Wie du an dieser Situation bereits merkst: Dieses Phänomen entsteht nicht durch diesen einen falschen Blick, sondern durch mehrere kleine Faktoren, die in deinem Gesicht zusammenwirken. In den meisten Fällen sind all diese Bereiche deiner Mimik an diesem mürrischen Gesichtsausdruck beteiligt:
Die Augenbrauen – der strenge Rahmen des Gesichts
Wenn du deine Augenbrauen (unbewusst) dauerhaft leicht zusammenschiebst, entsteht dieser typische ernste, strenge Ausdruck. Die Brauen sinken dabei minimal nach unten und lassen dadurch das Gesicht kritisch oder distanziert wirken. Mit der Zeit entwickelt sich dadurch auch eine Zornesfalte.
Die Augenlider – automatische Schlupflider
Durch diese Spannung der Augenbrauen werden die Oberlider oft muskulär über die Augen gezogen. Der Blick wirkt müde oder unterkühlt, selbst wenn du hellwach bist. Dies verstärkt demzufolge auch die Bildung von meist unerwünschten Schlupflidern.
Die Mundwinkel – der mürrische Ruhemodus
Hängende Mundwinkel haben zwei Ursachen: Zum einen ist es die verspannte Mundmuskulatur in dem Moment (M. depressor anguli oris) . Dieser zieht die Mundwinkel nach unten, was diesen mürrischen Ausdruck mit sich bringt. Zum anderen sind es mit dem Älterwerden auch abgesunkene Wangen, die diesen Effekt noch verstärken. Dann können die Mundwinkel auch mürrisch wirken, wenn die der M. depressor anguli oris eigentlich gerade nicht angespannt ist

Dünn wirkende Lippen – typischer Effekt beim Resting Bitch Face
Durch eine überaktive Muskulatur rund um den Mund herum wirken die Lippen automatisch schmaler und angespannter, was diesen strengen Gesichtsausdruck zusätzlich verstärkt. Es ist dieser typische Ausdruck, wenn man die Lippen schürzt um nachzudenken. Wird diese angestrengte Mimik zur Gewohnheit, wirken die Lippen dauerhaft schmaler.
All diese Faktoren führen zu dem sogenannten und unbeliebten Resting Bitch Face.
Das Schlimme an dieser Sache: Dieser Gesichtsausdruck verstärkt sich mit den Jahren immer mehr, wenn die geübten Bewegungsmuster weiterhin erhalten bleiben – und du nicht aktiv gegensteuerst.
Warum dich das Resting Bitch Face vielleicht schon länger begleitet
Tatsächlich ist es so, dass viele Frauen mit Resting Bitch Face in meinen Kursen berichten, dass sie schon als Jugendliche gehört haben:
„Du guckst immer so streng.“
„Lach doch mal.“
„Na, warum bist du so schlecht drauf?“
Eine Zeitlang wundert dich das vielleicht. Vielleicht ärgert dich das auch. Haben die Menschen einfach kein Taktgefühl? Doch wenn wir da ganz ehrlich sind: Sie liegen ja mit ihrer Wahrnehmung nicht falsch. Dein Gesicht sieht durch die Anspannung ja wirklich mürrischer aus.
Nun sagst du vielleicht: “Ja, das ist halt genetisch. Meine Mutter schaut auch so mürrisch.”
Das wiederum ist jedoch ein Mythos. Ein Gesichtsausdruck vererbt sich nicht. Allerdings übernehmen wir sehr oft automatisch die Mimik unserer engsten Bezugspersonen, die ja oft unsere Eltern sind. War es also in der Familie schon früher üblich, die Augenbrauen im Ruhemodus zusammenzuschieben, übernehmen wir dieses Muster ganz unbewusst selbst.
Aber ich kann dir sagen: Ein Resting Bitch Face ist nicht dein “typisches Gesicht”. Es handelt sich bei dem Blick nicht um einen Charakterzug. Es ist vielmehr ein Muskelmuster, das du ändern kannst.
Die gute Nachricht: Du musst dich nicht verstellen
Hier kommt ein ganz wichtiger Punkt, den ich dir unbedingt mitgeben möchte: Du musst dich auf keinen Fall irgendwie verstellen und jetzt (für andere) anfangen, künstlich zu lächeln. Du musst nicht freundlicher gucken oder dich irgendwie verbiegen, damit dich andere vielleicht netter finden.
Ganz im Gegenteil. Denn wenn du beginnst, diese angelernten Spannungen im Gesicht zu lösen, wird deine Mimik sogar echter, lebendiger und ausdrucksstärker. Dein Gesicht wird endlich wieder das zeigen, was du wirklich fühlst.
Das Außen passt wieder mehr zum Innen.
Gesichtstraining: Die Lösung liegt in deiner Gesichtsmuskulatur
Ich kann dir ganz klar sagen: Das Resting Bitch Face verschwindet nicht, indem du immer wieder betonst, dass du aber gut gelaunt bist und dass nun einmal dein normaler Gesichtsausdruck ist. Es verschwindet auch nicht, wenn du einfach deine Zornesfalte mit Botox lähmst.
Stattdessen verschwindet dein Resting Bitch Face, wenn:
- die Spannung in der Stirn gelöst wird,
- die Augenbrauenpartie entspannt,
- die Wangen etwas mehr Halt bekommen,
- deine Lippenmuskulatur ruhig ist
- und du lernst, unbewusste Anspannung loszulassen.
Und genau an diesem Punkt setzt mein Gesichtstraining an. Ich arbeite dabei immer nach meiner 3-stufigen Methode. Die Teilnehmerinnen in meinen Kursen lernen daher diesen ganzheitlichen Ansatz:
- Entspannung & Glättung: Die überaktive Muskulatur darf lernen, loszulassen. Massagen, sanfte Akupressur, Gua Sha oder Taping helfen, bestehende Spannung aus dem Gewebe zu nehmen.
- Mimikgewohnheiten umgewöhnen Die bewusste Veränderung deiner Mimik im Alltag. Statt angespannt und mürrisch, wird dein Blick schrittweise entspannt und achtsam. Und wer dran bleibt, kann diese Gewohnheiten auch noch mit 60 auflösen.
- Gezieltes Gesichtsmuskeltraining Erst dann wird mit gezielten Übungen die Muskulatur im Gesicht trainiert, bei der wir mehr Stabilität, Volumen und Halt brauchen (z.B. Wangen- und Augenringmuskulatur)

Damit du dir das besser vorstellen kannst, habe ich hier zwei Basic-Beispielübungen für dich, die dir schon dabei helfen können, dein Resting Bitch Face nach und nach zu entspannen. Vorausgesetzt, du wendest die Übungen regelmäßig an.
Übung 1: Akupressur für Stirn- und Augenbrauenpartie
Diese Übung zielt direkt auf die recht typische überaktive Zone zwischen den Augenbrauen und auf der Stirn ab. Durch gezielten Druck und langsames Lösen wird die Spannung reduziert, die diesen strengen Ausdruck verursacht.
Dafür forme dafür deine Hände zu Fäusten und stütze die Ellenbogen auf einem Tisch vor dir ab. Lege dann die Stelle deiner Augenbrauen genau auf deine Fingerknöchel ab.

Wichtig dabei: Nicht reiben und nicht massieren, sondern bewusst Druck halten und loslassen. Das löst spürbar Spannungen in der Stirn- und Augenbrauenregion.
Doch Achtung! Viele versuchen, die Stirn einfach festzuhalten oder die Augenbrauen hochzuziehen, um ihren Blick zu öffnen und freundlicher zu wirken. Allerdings verstärkt es das Problem langfristig sogar und produziert darüber hinaus noch Stirnfalten (die auch immer angestrengt wirken).
Das liegt vor allem daran, dass du dadurch genau die Muskeln trainierst, die ohnehin schon überaktiv sind. Also: Stirn und Augenbrauen bei allen Übungen immer ruhig halten!
Übung 2: Konzentriert sein, ohne die Stirn zu benutzen
Ja, auch wenn es für viele sehr ungewohnt sein kann: Es ist möglich. Mit dieser Mini-Übung für deinen Alltag lernst du, deinen Fokus über die Augen zu steuern und NICHT über die Stirn.
Nimm dir dafür ein Buch, dein Handy, eine Zeitung und beginne zu lesen. Mehrere Zeilen, sodass du in deinen typischen Lesemodus gerätst. Nutze auf jeden Fall etwas, das ein klein wenig anstrengend für dich ist und Konzetration erfordert. Deine Aufgabe besteht nun darin, beim Lesen deine Stirnregion zu beobachten.
Und? Schaffst du es, dich zu konzentrieren, ohne dabei deine Augenbrauen zusammen oder nach oben in Richtung Haaransatz zu schieben?
Dabei ist es sehr hilfreich, einen Spiegel in der Nähe zu haben. Wenn du also spürst, dass du jetzt konzentriert bist, checke dein Gesicht im Spiegel. Denn ganz oft ist es so, dass wir völlig unbewusst, die Augenbrauen zusammenschieben und dabei eine Zornesfalte bilden.
Die Wahrheit: Dieser Blick macht dich weder intelligenter, noch lässt er dich konzentrierter arbeiten. Ein Resting Bitch Face ist lediglich eine Mimikgewohnheit (die du dir einfach abtrainieren kannst).
Schau dir gern in dem Video oben die Übungen noch einmal genauer an. Dort erkläre ich sie im Detail.
Fazit Resting Bitch Face: Von Unsicherheit zu Komplimenten
Viele Teilnehmerinnen berichten, dass sie plötzlich gänzlich neue Kommentare zu ihrem Gesichtsausdruck hören:
„Irgendwie strahlst du mehr.“ oder “Hast du etwa gute Laune?”
Und das passiert nicht, weil sie sich ein künstliches Lächeln angewöhnt haben. Es geht viel mehr darum, diese angelernte Spannung loszulassen.
Du siehst:
Es ist absolut möglich, ein Resting Bitch Face dauerhaft zu verändern. Wichtig ist zu verstehen, dass dieser Blick eben nicht an deiner Persönlichkeit liegt und es auch nichts ist, was dir genetisch und dauerhaft ins Gesicht geschrieben ist.
Ein Resting Bitch Face ist ein erlerntes Mimik-Muster. Und alles, was erlernt ist, kann auch wieder verändert werden.
Bei meinem Gesichtstraining geht es jedoch nicht darum, anderen zu gefallen. Es geht viel mehr darum, dass dein Gesicht wieder das zeigt, was du wirklich fühlst – völlig ohne Anstrengung oder Schauspielerei. Einfach du.
Was macht dein Gesicht zu einem Resting Bitch-Face?
In meinem Falten-Quiz für 0 Euro erfährst du innerhalb von zwei Minuten, welcher Teil deines Gesichtes dich besonders mürrisch (und auch älter) wirken lässt und was du tun kannst, um diese Gesichtsregion zu entspannen und ggf. zu verjüngen.
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