Manchmal entdeckt man eine Falte im Gesicht und weiß sofort, woher sie kommt. Die Stirnfalten? Wahrscheinlich vom ständigen Hochziehen der Augenbrauen. Die Marionettenfalten? Wahrscheinlich von der schlaffen Haut an den Wangen.
Doch dann gibt es diese Falten, die dich vielleicht ein wenig überraschen. Zum Beispiel tauchen sie mitten auf der Nase auf, direkt zwischen Stirn und Nasenrücken. Und natürlich fragst du dich da zunächst: „Moment mal – wie entstehen denn bitte Falten auf der Nase?“
Genau diese Frage möchte ich heute mit dir beantworten.
Denn tatsächlich gibt es nicht nur einen Typ von Nasenfalten. In meiner Arbeit als Physiotherapeutin und Expertin für Gesichtstraining begegnen mir bei meinen Kund:innen vor allem zwei Varianten immer wieder:
- die sogenannten Querfalten auf dem Nasenrücken
- und die bekannteren Bunny Lines, also kleine Fältchen seitlich an der Nase

Beide werden häufig verwechselt. Die Ursachen sind jedoch unterschiedlich und deshalb unterscheidet sich auch die Tipps und Übungen, die ich empfehle, wenn du sie wieder loswerden möchtest.
Ich bin Hanna Sacher, Physiotherapeutin mit Spezialisierung auf ästhetische Medizin und Expertin für Gesichtstraining. Seit vielen Jahren begleite ich Frauen dabei, Falten auf natürliche Weise zu reduzieren und ihr Gesicht wieder in Balance zu bringen – ganz ohne Botox, Filler oder operative Eingriffe.
Und Eines sage ich da ganz deutlich: Gerade die Nasenregion ist dabei oft spannender, als man zunächst vermuten würde. Schau dir unbedingt am Ende meines Artikels mein kleines Geschenk für dich an!
Welche Falten auf der Nase gibt es überhaupt?
Wenn meine Kursteilnehmer:innen von ihren Nasenfalten sprechen, muss ich zunächst einmal nachforschen, ob wir von der selben Erscheinung sprechen. Tatsächlich lohnt es sich hier genauer hinzusehen und klar zu unterscheiden.
Querfalten auf dem Nasenrücken
Das sind die Falten, um die es heute hauptsächlich gehen soll. Sie verlaufen nämlich waagerecht über den Nasenrücken und befinden sich meist direkt zwischen Stirn und Nase. Oftmals liegen sie ungefähr auf Höhe der Augen. Gerade wenn diese Falten bereits etwas tiefer geworden sind, wirken sie ähnlich wie eine kleine Falte, die quer über die Nasenwurzel läuft.
Viele Frauen entdecken sie irgendwann auf Fotos oder im Spiegel und wundern sich, weil sie eigentlich nie bewusst die Nase gerümpft haben. Doch die spannende Wahrheit ist: Fast niemand macht diese Bewegung bewusst. Dazu aber gleich mehr!
Bunny Lines neben der Nase
Daneben gibt es die sogenannten Bunny Lines. Diese kleinen Fältchen entstehen seitlich an der Nase, häufig wenn gelacht wird oder wenn bestimmte Mimiken besonders ausgeprägt sind. Bunny Lines gehören zu den klassischen Mimikfalten und werden oft durch Botox-Behandlungen in anderen Bereichen verstärkt, weil diese Muskelregion beginnt, die eigentliche Mimik zu kompensieren.
Wenn du mehr zu Botox-Nebenwirkungen lesen willst, habe ich hier einen ganzen Artikel für dich: Botox-Nebenwirkungen.
Hier und jetzt konzentrieren wir uns jedoch auf die Querfalten auf dem Nasenrücken, weil viele Frauen gar nicht wissen, woher sie kommen und was sie letztendlich dagegen tun können.
Warum entstehen Querfalten auf der Nase?
Die Ursache ist im Grunde dieselbe wie bei vielen anderen Falten: Eine bestimmte Mimikbewegung wird über Jahre hinweg immer wieder wiederholt. Leider beginnt irgendwann das Hautgewebe, diese Bewegung dauerhaft zu speichern. Es entwickelt sich demzufolge eine Falte, die mit der Zeit stärker sichtbar wird.
Bei Querfalten auf der Nase handelt es sich meist um eine Gewohnheit, bei der die Nase immer wieder nach oben gezogen wird. Das passiert oft gemeinsam mit dem Zusammenziehen der Augenbrauen oder dem Aktivieren der Stirnmuskulatur. Ein weiterer häufiger Auslöser: Regemäßiges Schnäuzen zum Beispiel bei dauerhaft laufender Nase. Denn dabei gibt es oft die Gewohnheit die Nase zu rümpfen – genau diese wiederholte Bewegung begünstigt die Falte
Das Tückische an dieser Bewegung: Die meisten Betroffenen merken überhaupt nicht, dass sie diese Bewegung ständig machen und würden dies sogar abstreiten. Dabei läuft sie vollkommen automatisch ab. Aus diesem Grund können sich die Falten über Jahre hinweg entwickeln, ohne dass man die Ursache erkennt.
Warum haben Brillenträger besonders häufig diese Falten?
Wenn ich Teilnehmerinnen in meinen Kursen frage, woher ihre Nasenfalten kommen könnten, vermuten sie sehr oft, dass ihre Brille an sich Schuld an den Querlinien ist.
Sehr naheliegend, doch tatsächlich ist die Brille an sich nicht die Hauptursache. Stattdessen haben sich viele Brillenträger:innen einfach schlichtweg angewöhnt, ihre Brille immer wieder mit der Nase nach oben zu schieben. Vielleicht kennst du das ja selbst gut: Die Hände bleiben frei und die Brille rutscht wieder an die richtige Stelle.
Praktisch? Ja. Nur für die Haut am Nasenrücken leider nicht. Doch jede einzelne dieser Bewegungen aktiviert genau die Muskulatur, die die Nase nach oben zieht. Wenn sich dieses Muster über Jahre hinweg tausende Male wiederholt, entsteht irgendwann genau dort eine sichtbare Querfalte.
Besonders erstaunlich finde ich wirklich dabei, dass viele Frauen diese Gewohnheit erst bemerken, wenn wir gezielt darüber sprechen. Vorher läuft sie vollkommen unbewusst ab.
Was haben Atmung und Nasenfalten miteinander zu tun?
Jetzt wird es richtig interessant, denn nicht jede Frau mit Querfalten auf der Nase trägt eine Brille. Doch auch in diesen Fällen steckt eine Mimikgewohnheit dahinter: Die Atmung. Vor allem beim kräftigen Ein- oder Ausatmen ziehen viele Menschen unbewusst die Nase nach oben.
Manche machen das bei körperlicher Anstrengung, andere beim Treppensteigen. Wieder andere während konzentrierter Arbeit am Computer. Und ich sage dir: Viele bemerken es überhaupt nicht.
Oft sieht man zusätzlich, dass sich gleichzeitig die Augenbrauen zusammenziehen oder die Stirn anspannt. Das Gesicht arbeitet schließlich wie ein ganzes Team zusammen – in dem Fall nur leider in die falsche Richtung. Dadurch entstehen nämlich nicht nur Nasenfalten, sondern häufig gleichzeitig auch Zornesfalten und Stirnfalten.
Welche Muskeln sind an diesen Nasenfalten beteiligt?
Wenn wir uns die Anatomie unseres Gesichts ansehen, wird schnell verständlich, warum diese Falten überhaupt entstehen. Bestimmte Muskeln ziehen das Nasengewebe nach oben. Andere ziehen gleichzeitig das Gewebe zwischen Nase und Stirn nach unten. Dadurch wirken zwei Kräfte gegeneinander.
Et voilá, genau an dieser Stelle bildet sich die Falte. Das Faszinierende daran ist, dass die Falte gar nicht einfach in der Haut entsteht, sondern eben durch die darunter liegende Muskulatur.
Das ist der Grund, warum viele klassische Anti-Aging-Ansätze hier scheitern. Eine Creme kann zwar die Hautoberfläche pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen. Sie kann aber nicht verhindern, dass dieselben Muskeln die Falte jeden Tag erneut erzeugen. **Können sich Querfalten auf der Nase wieder zurückbilden?**Die gute Nachricht lautet: Ja, sogar erstaunlich gut. Zumindest dann, wenn du wirklich verstehst, warum sie entstanden sind. Denn genau wie Stirnfalten gehören Querfalten auf der Nase zu den Faltenarten, die ausschließlich von Gewohnheiten und Muskelaktivität beeinflusst werden.
Wenn die Ursache verschwindet, hat das Gewebe erstmals die Chance, sich zu erholen. Das ist übrigens einer der größten Unterschiede zu vielen anderen Faltenarten oder hängenden Gesichtspartien.
Während beispielsweise abgesunkene Wangen zusätzliche Kräftigungsübungen benötigen, reicht es bei den Nasenfalten häufig schon, die kleinen Mimikgewohnheiten umzulernen und Verspannungen zu lösen — und die Linien verschwinden vollständig.
Wie behandelt man Querfalten auf der Nase richtig?
Wie immer arbeite ich als Physiotherapeutin dabei mit meiner selbst entwickelten 3-Stufen-Facelift-Formel. Denn einzelne Maßnahmen funktionieren selten nachhaltig.
1. Die Gewohnheiten erkennen und verändern
Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Wenn du weiterhin die Brille mit der Nase hochschiebst, die Nase beim Ausatmen hochziehst oder ständig die Augenbrauen mitaktivierst, wird die ungeliebte Falte immer wieder neu produziert.
Deshalb beginnt alles mit Bewusstsein. Viele meiner Teilnehmerinnen sind überrascht, wie viele unbewusste Bewegungsmuster sie täglich haben (zum Beispiel mit einem Spiegel an deinem Arbeitsplatz). Sobald diese sichtbar werden, kann man sie Schritt für Schritt verändern.
Und dann entstehen oft die größten Fortschritte.
2. Verspannungen lösen und die Falten glätten
Der zweite Schritt besteht darin, die überaktive Muskulatur zu beruhigen. Hier arbeite ich gerne mit Gua Sha, Massagen oder gezielten Glättungstechniken. Viele Frauen merken bereits nach wenigen Anwendungen, dass sich der Bereich entspannter anfühlt und weniger Spannung vorhanden ist.
Das allein lässt die Falte zwar nicht dauerhaft verschwinden. Es schafft aber die Voraussetzungen dafür, dass sich das Gewebe überhaupt regenerieren kann.
3. Die richtigen Muskeln stärken
Jetzt kommt ein Punkt, den viele ganz gern übergehen, da sie bei Punkt 1 und 2 schon Effekte wahrnehmen. Doch wenn bestimmte Muskeln ständig kompensieren müssen, liegt oft irgendwo anders eine Schwäche vor.
Gerade im Bereich der Augen spielt der Augenringmuskel eine wichtige Rolle: Ist dieser zu schwach, springen benachbarte Muskeln immer wieder ein. Das Gesicht arbeitet dann ineffizient und produziert zusätzliche Falten.
Deshalb gehört gezieltes Muskeltraining für mich immer dazu. Nicht überall. Nicht wahllos. Sondern genau dort, wo es anatomisch sinnvoll ist.
Welche Übungen helfen gegen Falten auf der Nase?
In meinen Kurs für das ganze Gesicht arbeite ich bei Querfalten am Nasenrücken vor allem mit drei Bereichen: Erstens üben wir die Nasenatmung, ohne dabei die Nase hochzuziehen oder zusätzliche Falten zu erzeugen.
Zweitens kommen gezielte Akupressur-Techniken zum Einsatz, um Spannungen in diesem Bereich zu lösen.
Und drittens arbeiten wir mit Glättungsübungen, bei denen die Falte sanft ausgestrichen wird und das Gewebe lernt, wieder in eine entspanntere Position zurückzufinden.
Fazit: Nasenfalten sind oft Gewohnheitsfalten – und genau darin liegt die Chance
Querfalten auf der Nase gehören zu den Faltenarten, die viele Frauen zunächst gar nicht verstehen. Sie entstehen nicht durch das Alter selbst, sondern durch kleine Bewegungen, die sich über Jahre oder Jahrzehnte automatisiert haben.
Die Brille mit der Nase hochschieben. Beim Ausatmen die Nase anspannen. Die Augenbrauen zusammenziehen. All diese scheinbar harmlosen Gewohnheiten führen dazu, dass sich auf dem Nasenrücken dauerhaft sichtbare Falten bilden.
Die gute Nachricht dabei ist: Was durch Gewohnheiten entstanden ist, lässt sich auch über neue Gewohnheiten wieder verändern.
Genau deshalb arbeite ich nicht mit schnellen Symptombehandlungen, sondern mit meiner 3-Stufen-Facelift-Formel. Denn wenn du lernst, deine Mimik und Muskelspannung wirklich zu verstehen, kannst du nicht nur bestehende Nasenfalten glätten, sondern häufig auch verhindern, dass sie überhaupt wiederkommen.
Wenn du herausfinden möchtest, welche Falten dich aktuell optisch am stärksten altern lassen und welche Übungen für dein Gesicht am sinnvollsten sind, dann mach gerne meinen kostenlosen Anti-Falten-Test. In weniger als zwei Minuten erfährst du, wo die Ursache liegt – und welche Schritte dein Gesicht jetzt wirklich weiterbringen.
